Nur so'n büschen anders

Rosenduft und Maschenzauber oder ganz einfach Biggi

Freitag, 24. Februar 2012

Germany's Next Topmodel

Eigentlich wollten wir, Kristina, Johanna und meine Wenigkeit, uns diese 7. Staffel nicht mehr ansehen.

Wir haben doch wieder geguckt - echt bescheuert - sagt jetzt nix !!!
.
Pünktlich um 20:15 (nur-mal-kurz-reinschaun,-dann-schalten-wir-um-mäßig!!!) saßen wir doch wieder vor der Glotze, aber diesmal war ich wirklich nach kurzer Zeit

persönlich beleidigt !!! 

Ich habe mich nämlich über Herr Rath (Du Thomas, bist Du auch schon so aufgeregt...) -  selbsternannter Fashion-Polizist - brüll !!! - geärgert. Er spürte gestern in der Sendung böse Mode-Vergehen bei den Mädels (die sind zwischen 16 und kurz über 20) auf und hat dies dann auch in Wort und Tat zum Ausdruck gebracht.

Da macht der u. a. ein Mädel wegen ihrer hautfarbenen Glanz-Strumpfhosen runter. Diese Strumpfhosen machten dicke Beine, sähen aus wie Stützstrümpfe und seien was für Omis.

Also bitte !!!


Birgit, 53, sehr gerne Oma :-)))

Glaubt der Trollo echt, dass Omis in Kittelschürzen, mit Stützstrümpfen und Gesundheitsschuhen rumlaufen ???


Traumhafte Pumps von Phillip Hardy


Glanz-Strümpfe von Falke


Dicke Beine ???

Du Thomas, ich hab' mich ganz schön aufgeregt ;-)))


Schick' Euch sehr liebe und vergnügte Grüße

Birgit






Sonntag, 19. Februar 2012

Safran macht ...


... Johanna glücklich :-) 


Ein Loop


Farbe und Garn (und zwar in dieser Reihenfolge!) hat sich Johanna bei Wollkultur ausgesucht ...


... und bei mir in Auftrag gegeben ;-)


350 g Rowan creative focus worsted Farbe 03810 Saffron 
kratzt leider ein bisschen. Dafür ist die Farbe einfach göttlich und steht Johanna wirklich total klasse. Gegen Pieken hilft ein kleines Halstuch z. B. von Buff unter dem Loop und erhöht den Tragespaß enorm.

Ganz einfach und superschnell gestrickt:

92 Maschen mit 4,5 mm Nadel aufnehmen, Muster 3 M rechts - 3 M links, ca. 1,60 m lang stricken und dann ganz einfach Anfang und Ende zusammennähen - fertig :-)))

Bin gerade Supermami :-)))

*****


Noch was zum Schmökern:

Ein Krimi aus dem Taunus - spannend und kurzweilig

Ich schicke Euch allen sehr liebe Grüße, lieben Dank auch für die sehr lieben Mails und Gästebucheinträge.

Ich wünsche Euch allen eine feine Woche.

Birgit








Montag, 13. Februar 2012

Danke ...

Gestern auf dem Maschsee

... für die vielen lieben Worte zu meinem letzten Post. Eure warmherzigen und liebevollen Kommentare, Mails und Anrufe tun so gut und machen mir Mut.

Nach fast 8 Jahren wieder die Diagnose Krebs zu erfahren, war sehr schockierend und hat uns alle doch ein ganzes Stück weit zurückgeworfen.

Ein neuer Tumor ist nicht gefunden worden und die Metastase ist entfernt. Die Krebszellen waren hormonrezeptorpositiv und deswegen werde ich jetzt über mindestens 5 Jahre eine Hormontherapie machen


Wie das funktioniert, könnt Ihr hier auf dem Bild (zum Vergrößern einfach anklicksen) nachlesen !

Ich bin zuversichtlich :-)

*****


Gestern waren wir auf dem Maschsee in Hannover.

Wenn es über Tage so bibberkalt ist, warten alle fast sehnsüchtig, dass der See endlich so eine dicke Eisschicht hat, damit man darauf kann. 


Am Wochenende ...


... war's endlich soweit.

*****

Gestrickt habe ich auch !



Mein neues Strickprojekt


Eine kastige Strickjacke ohne Bündchen mit vielen kleinen Knöpfen (Jim Knopf), weit und kurz und nix weiter. Mit 3,5er Nadel eine Frage der Geduld und für mich eine Herausforderung, weil ich nicht so gut glatt rechts stricken kann. Die linken Reihen werden immer irgendwie doof. Aber ich geb' mir auf der Rückreihe nun viel Mühe, damit es schön gleichmäßig wird.


Die Wolle hab ich in Auckland erstanden:

40 % Possum, 50 % Merino, 10 % Silk - 210 m/50 g

*****


War noch keine Zeit mein soooooooo schönes Weihnachtsgeschenk von meinem lieben Mann zu zeigen:

Dieser Stuhl 'Morning Dew' von Brühl - ein Traum
gesehen - Atemnot, Herzrhytmusstörungen, Schnappatmung

Nun steht er in meinem Zimmer und sieht sooooooooooooo gut aus. Und das ganz wunderbare und vielleicht auch außergewöhnliche daran: Der Stuhl ist auch noch bequem ;-)))

Hier lässt's sich prima aushalten und lesen. Das mach' ich im Augenblick auch viel.

Gerade gelesen:


Ein geschenkter Tag von Anna Gavalda

Eine kleine, wunderschöne Geschichte !

*****


Dieses Foto widme ich Whitney Houston. Die Sängerin ist leider tot.


I will always love you

Sie war so schön und sie hatte eine so unglaubliche Stimme.
Scheiß Drogen, scheiß Alkohol, unbarmherziges Showbiz


Ganz liebe Grüße an Euch alle

Birgit















Mittwoch, 8. Februar 2012

Mut machen :-)


Vor unserer Reise nach Neuseeland hatte ich noch einen Termin bei meiner Frauenärztin.

Ein vergrößerter Lymphknoten in der rechten Achsel machte mir Sorgen. Die Ärztin hat ihn untersucht und mir sehr schnell einen Termin am 13. Dezember (3 Tage vor unserer Abreise!) zur Mammographie in der Landesfrauenklinik Hannover verschafft.

Diagnose: Lymphknoten vergrößert, 2,5 cm groß, absolut unauffällig - von Seiten des Arztes kein medizinischer Grund zu operieren. Ja, aber .... ich hatte so ein Bauch-Gefühl, dieses Ding sollte aus mir raus, es machte mir Angst.  Der Arzt konnte meine Bedenken verstehen. Ein OP-Termin wurde für den 19. Januar vereinbart.

Recht sportlich bin ich an diese OP rangegangen. Raus mit dem Ding und ein paar Tage später ist alles wieder gut !!! Leider bildete sich Wundflüssigkeit unter der Narbe und musste punktiert werden. Die Wunde entzündete sich. Ich bekam Fieber, musste ins Krankenhaus, bekam Antibiotika und wurde letzten Donnerstag, 2. Februar, noch einmal operiert. Im Augenblick wird die Wunde täglich gespült - ich hoffe aber sehr, diesmal gibt es keine Komplikationen. 

Was aber viel schlimmer war und uns zunächst ins Bodenlose stürzte, war der Anruf der Klinik ein paar Tage nach der 1. OP:

In diesem Lymphknoten hatte man eine Metastase gefunden ! 

Angst - Panik - Fassungslosigkeit

Dazu müsst Ihr wissen: 2004 war ich an Brustkrebs erkrankt. Leider hatte ich auch Metastasen in den Lymphknoten. Nach brusterhaltender OP und Entfernung der entsprechenden Lymphknoten, Chemotherapie, Bestrahlung und Hormontherapie (über 6 Jahre) hatte ich mich gut erholt.

Wenn ich damals anfangs dachte, die Lichter wären aus, so waren sie doch auf bemerkenswerte Weise angegangen. Ich hab' aufgeräumt in meinem Leben. Hab' endlich mal Schluss gemacht mit ollen Kamellen - uraltes Zeug, dass mich belastet hatte und mir so manche schlaflose Nacht bescherte (dazu hatte ich zum Glück professionelle Hilfe). Mein Blick ist seitdem nach vorne gerichtet.

Ich habe nie auf die nächste Erkrankung gewartet - war und bin viel zu sehr mit Leben beschäftigt :-)



Wir haben sofort unsere Kinder informiert. Es ist wichtig, dass sie Bescheid wissen. Wie sollen sie uns sonst vertrauen. Hinter vorgehaltener Hand irgendein Gemunkel - geht gar nicht ! Genauso haben wir es auch mit unseren Freunden gehalten.

Für die Offenheit hier im Netz habe ich ein bisschen gebraucht. Dies soll ja kein Betroffenheits-Post sein, sondern helfen und nicht nur mir Mut machen  !!!

In den letzten Tagen wurden sehr wichtige Untersuchungen durchgeführt:

Knochenzintigramm, MRT von Thorax und MRT der Brust wiesen keinerlei Auffälligkeiten auf:

Kein neuer Tumor - die allerallerallerbeste Nachricht, die man sich nur vorstellen kann :-)

Die Untersuchung der Metastase ergab, dass dieses Ding die gleichen Eigenschaften aufweist wie der Tumor von 2004 - das Wachstum ist hormon(Östrogen)abhängig.

Nun wird am nächsten Freitag beim Tumorboard-Gespräch mein Fall erörtert:
Ob nun eine Bestrahlung erfolgt, muss diskutiert werden. Ganz sicher werde ich wieder eine Hormonbehandlung machen müssen. Das ist im Gegensatz zu vielen anderen Krebs-Therapien eher ein sehr gemütlicher Spaziergang - täglich eine Tablette über mehrere Jahre - ich hatte seinerzeit keinerlei Nebenwirkungen.


Wenn ich Angst bekam in diesen Maschinen und Röhren, vor den OPs, vor den Untersuchungsergebnissen hab' ich mich einfach weggeträumt ... nach Neuseeland :-)  

 

Ja, da sitze ich nun - brauch' noch ein bisschen für mich ...


  Das größte und wunderbarste Geschenk ist meine Familie.

*****

Als ich nach dem Knochenzintigramm im Wartezimmer saß, saß mir eine Frau gegenüber - völlig aufgelöst, sie weinte und hatte solche Angst. Man hatte bei ihr Brustkrebs festgestellt und auch sie musste nun zum Knochenzinti. Ich hab' mich ein Weilchen zu ihr gesetzt und sie erzählte: Sie weine nicht zu Hause, da muss sie stark sein und für ihre Kinder dasein ...

Mir hilft das Schreiben und ich hoffe, Euch hilft das Lesen.

Ich will Mut machen - Betroffenen, Angehörigen, Freunden, Kollegen.

Die Diagnose Krebs ist furchtbar. Schlimm ist aber auch die Distanz, die entstehen kann. Freunde, Nachbarn, Kollegen, etc. wissen oft nicht wie sie sich verhalten sollen. Soll man mal anrufen, mal nachfragen? Man will nicht stören, man will nicht aufdringlich sein und was weiß ich nicht noch ...Da will man nichts falsch machen und meldet sich besser gar nicht und das ist leider total falsch.

Ich finde die eigene Befindlichkeit/Unsicherheit kann ruhig mal hinten anstehen. Nur wenn man anruft, vorbeigeht, nachschaut, sich kümmert, kann man herausbekommen ob es dem/der Kranken gerade gut geht. Natürlich kann es auch mal passieren, dass es gerade ungelegen ist - na und, dann meldet man sich halt später wieder. Wir haben im Allgemeinen nicht gelernt mit solchen Situationen umzugehen, aber es ist ganz wichtig über seinen eigenen Schatten zu springen und hier den Weg nach vorne anzutreten.

Am normalen Leben teilnehmen - und da darf auch mal heftig und böse gelacht werden -, ist einfach wunderbar.

Viele liebe Grüße an Euch

Birgit